Das Westernreiten


Westernreiten

Das Westernreiten ist nicht vergleichbar mit dem Reiten, das man in den alten Westernfilmen sieht, denn im Breitensport, im Turniersport und auch bei vielen Freizeitreitern legt man großen Wert auf eine solide Grundausbildung von Pferd und Reiter. 

Nicht jedes Pferd, das einen Westernsattel trägt wird auch Western gertten.

So wie es bei dem Klassischreiten die Klassischreiter und die Reiter im Englischsattel gibt, gibt es beim Westernreiten, Westernreiter und Reiter im Westernsattel.

Westernreiten bietet eine besonders große Bandbreite an verschiedenen Disziplinen. Diese sind von den Westernreitverbänden vorgegeben.

Es gibt Verbände, die sich auf eine der zahlreichen Disziplinen oder  auf eine der drei typischen Westernpferderassen - dem Quarter Horse, dem Paint Horse und dem Appalossa - spezialisieren, und Verbände, die für alle Disziplinen und Rassen offen sind. Schaut man in die jeweiligen Regelbücher kann man jedoch feststellen, dass sich die Anforderungen und das erwünschte Erscheinungsbild kaum unterscheiden.

Das Westernreiten hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Wer Reitschüler unterrichten möchte, muss dafür nun eine Lizenz besitzen, die der Zielgruppe entspricht. Um diese zu erhalten muss eine theoretische Prüfung, eine praktische Prüfung in Unterrichtserteilung und eine Reitprüfung abgelegt werden. 

Für den theoretischen Unterricht mit Schülern gibt es zwei Lehrmappen, mehrere Bücher und CD`s. Um einen einheitlichen praktischen Unterricht vermitteln zu können, gibt es mittlerweile ebenfalls eine Ausbildungsskala, die der des Klassischreitens ähnelt.

Beim Westernreiten können verschiedene Abzeichen erworben werden. Dies beginnt bei dem Steckenpferdchen, über das Hufeisen Westernreiten und geht hin bis zum silbernen Westernreitabzeichen. Das goldene Westernreitabzeichen wird aufgrund fairen Verhaltens dem Pferd gegenüber und des Erreitens einer gewissen Punktzahl verliehen. 


Hier einige Disziplinen aus dem Westernreiten


Führzügelklassen

Dieser Wettbewerb ist eine Western Pleasure im Schritt und Trab für junge Reiter, die schon die Zügel in der Hand halten und etwas auf das Pferd einwirken können. Diese Reiter werden aus Sicherheitsgründen geführt. 

Walk Trott Klassen

In den Walk Trott Klassen werden die Disziplinen Showmansip at Halter, Western Horsemanship, Western Pleasure und Trail nur in den Gangarten Schritt und Trab absolviert.

Showmanship at Halter

Mit einer Führaufgabe soll der Vorsteller zeigen, dass er sein Pferd korrekt auf den Linien führen und auch die Hinterhandwendung, das Rückwärtsrichten und verschiedenen Übergänge, am losen Strick, mit seinem Pferd präsentieren kann.

Western Pleasure

Pleasure bedeutet Vergnügen. Ziel dieser Disziplin ist es die drei Grundgangarten Walk (Schritt), Jog (langsamer Trab) und Lope (langsamer Galopp) in angemessenem Tempo, möglichst am losen Zügel vorzustellen. Der Richter bewertet die Manier, die Gangqualität und das Gebäude des Pferdes.

Western Horsemanship

Diese Prüfung besteht aus einer Einzelaufgabe, die punktgenaues Reiten verlangt und einer anschließenden Railwork, die der Pleasure ähnelt. Hierbei wird der Sitz und die Hilfegebung des Reiters beurteilt.

Western Riding

In einer durch Pylonen festgesetzten Aufgabe müssen die vorgeschriebenen Galoppwechsel exakt auf den Wechselpunkten ausgeführt werden.

Reining

Diese Prüfung ist eine vorgeschriebene Aufgabe im Galopp zu absolvieren in der folgende Manöver vorgeführt werden:

- Spins (schnelle 360° Drehungen)          

- fliegende Galoppwechsel (Handwechsel im Galopp)

- sliding Stopps (Anhalten aus dem Galopp)                      

- Back up (schnelles Rückwartsrichten)

- Roll Back (180° Wendung)                          

- Speed Control (Kontrolle des Galopptempos)

Superhorse

In dieser Disziplin sind Ausschnitte aus dem Trail, der Western Riding, der Western Pleasure und der Reining zu einer Aufgabe zusammengefasst.

Weitere Disziplinen und genauere Beschreibungen unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Westernreiten

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